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Familienforschung in Westpreußen


Jedes Leben hinterlässt Spuren, die sich tief eingraben in die Seele
derer, die bereit sind, die Spuren zu sehen und sie lesen zu lernen!
(unbekannter Autor)

Hinweise zur Familienforschung in Westpreußen





Archive in Deutschland






Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz

mit Außenstellen in Aachen (Zentralnachweisstelle für Militärangehörige), Bayreuth (Lastenausgleichsarchiv), Berlin, Dahlwitz-Hoppegarten, Frankfurt/Main, Freiburg (Militärarchiv), Rastatt und St.-Augustin-Hangelar. Das Bundesarchiv übernimmt die Unterlagen, die bei zentralen Stellen des Deutschen Bundes (1815-1866), des Deutschen Reiches (1867/71-1945), der Besatzungsmächte (1945-1949), der Deutschen Demokratischen Republik (1949-1990) und der Bundesrepublik Deutschland (seit 1949) entstanden sind. Im Bundesarchiv befinden sich u. a. die umfangreichen Bestände des "Lastenausgleichsarchivs" (Bayreuth) und die ehemaligen Unterlagen des sogenannten "Berlin Document Center", das vorwiegend aus Personalunterlagen von Mitgliedern der NSDAP und sonstiger Parteigliederungen (für SS-Angehörige häufig Abstammungsnachweise über mehrere Generationen) enthält. Erwähnenswert sind darüber hinaus auch die (u. a. für Westpreußen) häufig in recht ausführlicher Form erstellten Einwohnerverzeichnisse und Ortspläne (die sogenannten "Gemeindeseelenregister" für einzelne Ortschaften, die häufig bis weit in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts fortgeschrieben wurden. Auf der Website des Bundesarchivs finden Sie auch ein Bestandsverzeichnis.

Im Druck erschienen:

Das Bundesarchiv und seine Bestände, 3. Auflage, Boppard am Rhein (1977).
Durch eingetretene Zuständigkeitsverlagerungen seit 1990 nur noch eingeschränkt verwertbar !






Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Archivstraße 12-14, 14195 Berlin

Das Geheime Staatsarchiv ist "das Zentralarchiv" des ehemaligen Preußischen Staates und enthält demgemäß auch reichhaltiges Material über Westpreußen. Im Geheimen Staatsarchiv befinden sich seit 1994 auch wieder die infolge der kriegsbedingten Auslagerung und Teilung Deutschlands im Zentralen Staatsarchiv II der Deutschen Demokratischen Republik in Merseburg verwahrten Bestände.

Bestandsverzeichnisse:

Jürgen Kloosterhuis (Hrsg.), Archivarbeit für Preußen, Berlin 2000 (= Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Arbeitsberichte  Nr. 2);

Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin-Dahlem, 3 Bände, Leipzig 1934-1939 (für die ehemaligen Merseburger Bestände !)

Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs in Berlin-Dahlem,
Teil I: Provinzial- und Lokalbehörden, Köln/Berlin 1966,
Teil II: Zentralbehörden, andere Institutionen, Sammlungen, Köln/Berlin 1967.






Evangelisches Zentralarchiv in Berlin, Bethaniendamm 23-29, 10997 Berlin

Im Evangelischen Zentralarchiv werden die kirchenhistorisch relevanten Materialien der Evangelischen Kirche der Preußischen Union verwahrt, u. a. die nach dem letzten Weltkrieg nach Deutschland gelangten evangelischen Kirchenbücher Westpreußens (und aller anderen ehemals deutschen Siedlungsräume in Osteuropa). Die Website des Evangelischen Zentralarchivs enthält ein Bestandsverzeichnis, das u. a. über die dort verwahrten Kirchenbücher Auskunft gibt.

Im Druck erschienen:

Christa Stache, Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin, Teil I, Die östlichen Kirchenprovinzen der altpreußischen Union, 3. Auflage, Berlin 1992;

Christa Stache, Berichtigungen und Ergänzungen zum Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv, Teil I, Berlin 1998;

Christa Stache, Das Evangelische Zentralarchiv und seine Bestände, Berlin 1992.






Bischöfliches Zentralarchiv in Regensburg, St.-Petersweg 11-13, 93047 Regensburg

Im Bischöflichen Zentralarchiv wurden die kirchenhistorisch relevanten Materialien der katholischen Kirche aus den früheren deutschen Siedlungsräumen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa verwahrt, insbesondere auch die nach Deutschland gelangten Kirchenbücher westpreußischer katholischer Kirchengemeinden. Aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz wurden die Originalkirchenbücher der heute polnischen katholischen Kirchengemeinden im Jahre 2002 an die zuständigen polnischen Diözesanarchive abgegeben. Mikrofilme bzw. Mikrofiches dieser Kirchenbücher sind aber weiterhin in Regensburg vorhanden.

Weiterführende Literatur und Bestandsverzeichnisse:

Ein umfassendes Bestandsverzeichnis über die in Regensburg lagernden "Ostkirchenbücher" wurde bisher nicht veröffentlicht, ist allerdings im Lesesaal des Archivs vorhanden (Auskünfte über vorhandene Bestände werden vom Archiv einzelfallbezogen erteilt).

Dr. Paul Mai, Die katholischen "Ostkirchenbücher". Eine archivalische Odyssee durch 60 Jahre in: Archiv für Familiengeschichtsforschung 2002, S. 82 ff.

J. Mayerhofer/A. Keseberg/Manuel Aicher, Verzeichnis der an polnische Diözesen übergebenen Kirchenbücher in: Archiv für Familiengeschichstforschung 2002, S. 95 ff.

Dr. Johannes Kaps, Handbuch über die katholischen Kirchenbücher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz östlich der Oder und Neiße und dem Bistum Danzig, München 1962 (die dort als im "Berliner Hauptarchiv" und als im "Kirchenbuchamt München" lagernd bezeichneten Bestände sind später nach Regensburg verbracht worden).






Weiterführende Hinweise und Links enthält die Website der Archivschule Marburg. Sie finden dort umfangreiche Nachweise zu Archiven in Deutschland, Europa und Übersee, sowie viele nützliche und weiterführende Hinweise zur archivarischen Arbeit (Gesetze, Verordnungen, Schriftgutverwaltung, Digitalisierung usw.).





Familienforschung in Westpreußen

www.westpreussen.de
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