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Familienforschung in Westpreußen

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Westpreußen Forum



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pfeil  Bisherige Einträge: 2916   Einträge pro Seite: 10     Nächste Seite next

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R.Trentau 
r(dot)trentau(at)gmx(dot)net
Ort:
Berlin
post13.2.2017 19:25  Antwort schreiben E-mail schreiben


Hallo liebe Freunde und Mitgestalter dieser Webseite. In zwei Urkunden des Standesamtes Orle von 1885 finde ich mehrfach die Ortsbezeichnung "Peterhoff". Sollte es sich dabei um "Forsthaus Peterhof" handeln, oder ist Peterhoff eine frühe Bezeichnung oder eigenständiger Ort. Kennt jemand den Ort Peterhoff ?
Gruß aus dem Hauptdorf.



Joachim von Roy:

Das zu GRUTTA eingepfarrte Rittergut ORLE lag ja 15 km genau östlich von GRAUDENZ a.d. Weichsel. Die in Rede stehende Siedlung PETERHOF findet man nun etwa 3 km nordwestl. von ORLE am Rande des „Orler Waldes“.

Freundliche Grüße vom Rhein





Hans-Jürgen Wolf:

Es handelt sich um das Vorwerk Peterhof (polnisch: Piotrowo). Siehe im

Ortsverzeichnis.





R.Trentau:

noch ein Nachtrag, 1889 wird der Ort dann mit Peterhof bezeichnet.
Danke für die ausführlichen Infos.





Joachim von Roy:

Nachtrag
Bereits auf der preußischen Landesaufnahme von 1796 erscheint – einen „Steinwurf“ vom Sallno'er See entfernt – die Siedlung PETERSHOF. Ein Stück westlich von PETERSHOF, hart am Rande des Orler Waldes, befand sich ein Forstamt, das ebenfalls zum Rittergut ORLE gehört haben dürfte.
MfG


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Joachim Bredull 
jbredull(at)web(dot)de
Ort:
Bremen
post12.2.2017 11:54  Antwort schreiben E-mail schreiben


Liebe Mitforscher,
ich habe letzte Woche vom Danziger Staatsarchiv Auszüge aus der Einwohnermeldekartei Elbing (1829-1900) bekommen. Mein Vorfahr Johann Gottlob Bredull (1788-1840) ist offenbar häufig umgezogen. Die entsprechenden insgesamt sieben Einträge haben folgendes Format:
(Beispiel:)"1/10 35 Str 81 No 12".
Ich deute dies als: "Umzug am 1.10.1835 nach Straße 81 Hausnummer 12".
Kann jemand diese Interpretation bestätigen oder verwerfen?
Falls ich richtig liege: weiß jemand, wie sich die Straßennummern in Straßennamen übersetzen lassen?
Beste Grüße
Joachim Bredull



Joachim von Roy:

Verehrter Herr Bredull,

daß man die Elbinger Straßen mit laufenden Nummern versehen haben soll, glaube ich nicht. Jedenfalls habe ich nie dergleichen vernommen. Auch in der schönen Übersicht des Herrn Pfau werden keine Nummern genannt, vgl. http://www.elbing.de/66601.html

Im übrigen sind die Angaben im Elbinger Melderegister über alle Maßen fehlerhaft. Noch nie sah ich - im Rahmen meiner mehr als 60jährigen genalogischen Forschungsarbeit (im In- und Ausland) – in einem öffentlichen Register derart viele falsche Eintragungen.

In heimatlicher Verbundenheit


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Manuela Caliskan 
Manuela1Caliskan(at)yahoo(dot)com
Ort:
Berlin
post11.2.2017 15:33  Antwort schreiben E-mail schreiben


Hallo liebe Mitforscher!

Bin heute auf der Suche nach

Adolph Friedrich Ossmann (Rittergutsbesitzer)
* 1822 Roggenhausen Kr. Graudenz
+ 9.03.1882 Prenzlawitz Kr. Graudenz
Best. 13.03.1882 Sallno Kr. Graudenz

1. oo Emmelie Louise Wilhelmine Phenius
* 12.1818 + 9.08.1840 Prenzlawitz Kr. Graudenz
Heirat 1836
Best. 13.08.1840 Sallno Kr. Graudenz
Kinder:
Franz Emil Ludwig Adolph Ossmann
* 5.11.1837 Prenzlawitz K. Graudenz
Bruno Emil Ossmann
* 29.12.18 Prenzlawitz Kr. Graudenz

2. oo Hermine Louise Holder-Eggert
* 1821
Heirat 1846
Kinder:
Carl Anton Joseph
* 21.09.1847 Prenzlawitz Kr. Graudenz
Alfrad Hugo Konrad Ossmann
* 10.03.1849 Prenzlawitz Kr. Graudenz
Julius Theodor Ossmann
* 31.12.1850 Prenzlawitz Kr. Graudenz
Hedwig Louise Thekla Eva Ossmann
* 22.02.1858 Prenzlawitz Kr. Graudenz

Weiß jemand ob KB Groß Leisenau o-line einsehbar sind oder wie ich an die Geburtsurkunde komme. Bin für jeden Hinweis dankbar.

MfG
M. Çalişkan



Willi Beutler:

Guten Tag, zu den Kirchenbüchern von Gr. Leistenau finden Sie im Ortsverzeichnis dieser Seite Informationen.
Vielleicht von Interesse: Richard Alfred Theodor Ossmann, Rittergutsbesitzer auf Sallno, 26 Jahre, u. Johanna Emilie Adele geb. von Kaweczinski, 18 Jahre, Vater: Rittergutsbes. Alphons von K. auf Sarnowken,beide ev. u. ledig, oo 28.10.1875
Quelle: Garnisonsgemeinde Graudenz, oo 1788-1907, S. 40
Ein Anton Ossmann, * 21.09.1847 in Prenzlawitz, wird im Militärgemeindebuch Belfort als Unteroffizier u. Ökonom mit Informationen zu seinem militär. Werdegang im Krieg gegen Frankreich 1870/71, wahrscheinlich 1871 verstorben.
Schöne Grüße





Peter Pankau:

Guten Morgen Frau Caliskan,
die Sterbeurkunde von Adolph Friedrich Ossmann ist online zu sehen bei https://www.genealogiawarchiwach.pl/, aber einigermaßen kompliziert zu finden. Ich sende Ihnen eine Kopie davon direkt zu. Die Urkunde ist jedoch nicht das Original von 1882, sondern wurde nach 1920 auf Polnisch neugeschrieben.
Geburtsurkunden gab es in Preußen erst ab Okt. 1874.
Die Kirchenregister der evangelischen Kirche Groß-Leistenau sind zum großen Teil online bei www.archion.de. Dort auf Browse klicken, dann auf Evangelisches Zentralarchiv Berlin und dann zu Kreis Graudenz und Groß-Leistenau scrollen. Zugang zu den Registern kostet 'ne Kleinigkeit.
Gruß von Peter Pankau


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Karl-Heinz Löwenau 
krauthof(at)freenet(dot)de
Ort:
Stralsund
post9.2.2017 17:25  Antwort schreiben E-mail schreiben


Weiterführen zu 2911 und 2912
Aus der Ehe von Cornelius und Amalie gingen 3 Kinder hervor
Mein Vater Wilhelm Löwenau geb. 18.01.1916 in Schanzendorf
Onkel Ewald Löwenau 21.11.1913 in Schanzendorf
Tante Erna Löwenau ge. 20.12.1919 in Schanzendorf

Cornelius war die Ehe mit Amalie am 24.12.1910 in Klein Lonsk /Kr. Bromberg eingegangen.
Cornelius verließ Westpreussen im Oktober 1925 nach Hardenberg /Uckermark.

Weiter ist zu erwähnen das die Eltern meiner Großmutter Amalie
Julius Rosenberg ge.15.7.1844 und Anna geborene Fenzke (Ehe am 5.2.1893 in Rowno)
sich zum gleichen Zeitpunkt in Schanzendorf /Bromberg ansiedelten.
Julius Rosenberg verstarb hier wahrscheinlich auch.Anna Rosenberg ging mit Cornelius und Amalie Löwenau in die Uckermark.
Mir fehlen zu den Personen und Ereignissen fast alle Belege,deshalb ist jeder Hinweis auf mögliche Quellen gut.

Herzliche Dank für die Hilfe
Karl-Heinz Löwenau



Reiner Redmann:

Die Heirat von Cornelius Löwenau mit Amalie Rosenberg ist im Standesamt Schanzenau (poln. Sitowiec) unter Nr. 79-1910 vermerkt und durch polnische Archive bei www.genealogiawarchiwach.pl online zugänglich. Die Angabe der vollständigen URL zum Eintrag ist hier im Forum offenbar aber nicht möglich.

Den Eintrag sende ich daher mal direkt an die hinterlassene email-Adresse.

Die nachfolgenden Geburten sind (noch) nicht zugänglich, da sie nach dem polnischen Archivgesetz (100 Jahre) noch dem Personenschutz unterliegen.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin


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Karl-Heinz Löwenau 
krauthof(at)freenet(dot)de
Ort:
Stralsund
post9.2.2017 17:10  Antwort schreiben E-mail schreiben


Weiterführende Anfrage
Aus der Ehe von Jacob und Elisabeth Löwenau gingen folgende Kinder hervor
-Mein Großvater Cornelius Löwenau geb.16.7.1886 Rosenfeld /Mariopoler Kolonie)
-Daniel Löwenau 6.3.1885 in Rosenfeld lebte nach 1910 in Staatzen Kr. Olezko/
Ostpreussen
-Karl-Löwenau geb. 7.2.1898 in Rosenfeld.Er fiel im 1 Weltkrieg
-Karoline Löwenau später verh. Marquardt geb. 20.3.1887 in Rosenfeld.
-Maria Russ geb. Löwenau ge. 1888 in Rosenfeld.

Jacob verließ mit seiner Familie Anfang des 20.JH Russland und ging nach Ostpreussen (Hasenau Kr. Schwetz) zurück.
Hier heiratete mein Großvater Cornelius Amalie geborene Rosenberg geb.15.10.1893
in Kamionka Wolhynien.

Herzlichen Dank
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Karl-Heinz Löwenau 
krauthof(at)freenet(dot)de
Ort:
Stralsund
post9.2.2017 16:58  Antwort schreiben E-mail schreiben


Hallo ich beschäftige mich mit der Vergangenheit meiner Familie
Löwenau für den Zeitraum von 1815-1930 im Raum Westpreussen.Ich bin an jedwede
Information zu den aufgeführten Personen und zu möglichen Nachweisen und Urkunden u.ä. interessiert.
Ururgroßvater Johann Löwenau geb.15.4.1815 in Tiege jetzt Tuja Altkreis Marienburg.Er könnte ca 1840-1850 nach Russland gegangen sein wo er am
17.3.1857 die Ehe mit Karoline geborene Nikolai einging. Aus dieser Ehe ging mein Urgroßvater Jacob Löwenau geb. 22.7.1858 hervor,der am 18.1.1884 in Grunau (MariopolerKolonie in Südrussland )Elisabeth Geborene Brandt heiratete.Jacob und seine Ehefrau gingen Anfang des 20.igsten Jahrh. nach Westpreussen (Hasenau Kr. Schwetz )zurück,wo sie wahrscheinlich auch verstarben.


Herlichen Dank für jeden Hinweis Löwenau
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Ehmann Jürgen 
EhmannJuergen(at)web(dot)de
Ort:
Saarland
post8.2.2017 17:41  Antwort schreiben E-mail schreiben


Hallo,
ich bin auf der Suche nach Seelenlisten im Bereich Stuhm, Alt-Christburg,
Finckenstein, Rosenberg, Löbau, südlicher Kreis Mohrungen, Groß
Leistenau.
Wo kann ich fündig werden außer bei Archiwum Olzstyn, ancestry oder
Archion?
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Ehmann
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Willi Beutler 
pekawebe(at)netcologne(dot)de
Ort:
Köln
post7.2.2017 12:18  Antwort schreiben E-mail schreiben


Ein Zufallsfund für Herrn von Roy:

Franz* George von Roy,
Prokurist, evangelisch,
* 23.02.1867 in Danzig,
wohnhaft in Dortmund, Guttenbergstr. 2,
Vater: Buchhalter Carl Gerhard von Roy, verstorben,
Mutter: Bertha Amalie geb. Claus, wohnhaft in Danzig,
und
Christiane* Eveline Frohnert, evangelisch,
* 27.01.1869 in Stüblau,
wohnhaft in Danzig, Grabengasse 2,
Vater: Magistratsbürovorsteher Christian Hugo* Frohnert,
Mutter: Rosalie Hedwig geb. Hermann, beide wohnhaft in Danzig,
oo 10.11.1894 in Danzig,
Trauzeugen:
1) Magistratsbürovorsteher Ernst* Leberecht Suhr, 62 Jahre alt, wohnhaft in Danzig, Große Scharmachergasse 3.
2) Vater der Braut, 63 Jahre alt, wohnhaft wie die Braut.

Quelle: Heiratshauptregister Standesamt Danzig, Nr. 888/1894.

Einen schönen Tag wünscht
Willi Beutler



Joachim von Roy:

Herzlichen Dank, Herr Beutler.

Es handelt sich hier um die Trauung des nachmaligen Dresdner Bankdirektors, Handelsrichters und Kunstmäzens FRANZ George VON ROY (+ 1924), Ritter des Albrecht-Ordens und des Ordens vom Zähringer Löwen, dessen Frau CHRISTINE geb. FROHNERT im März 1945 an den Folgen des Luftangriffs auf Dresden starb.

MfG





Willi Beutler:

Ein weiterer Fund:
Paul* Heinrich von Roy
Postsekretär, ev.
* 31.12.1862 in Danzig
wohnhaft in Elbing
Vater: Buchhalter Carl Gerhard von Roy, verstorben
Mutter: Bertha Amalie geb. Clauß, wohnhaft in Danzig
und
Martha Auguste Maria* Steege, ev.
* 07.12.1863 in Danzig
wohnhaft in Danzig, Karpfenseigen 3
Vater: Obertelegrafenassistent a.D. Ferdinand* Friedrich Steege
Mutter: Amalie geb. Lemke, beide wohnhaft in Danzig
oo 11.09.1888 in Danzig
Trauzeugen:
1) Vater der Braut, 64 Jahre, wohnhaft wie die Braut
2) Postpraktikant Hugo Steege, 26 Jahre, wohnhaft in Frankfurt/Main

Quelle: Heiratsnebenregister StA Danzig, Nr. 624/1888

Es grüßt Willi Beutler





Joachim v. Roy:

Herzlichen Dank, Herr Beutler.

Es handelt sich hier um die Heirat des nachmaligen Kaiserlichen Postdirektors und Leutnants der Reserve PAUL Heinrich VON ROY (+ Berlin 1928), der sich - als Vorstandsmitglied der Deutschen Beamten-Genossenschaftsbank - um die Schaffung von Heimstätten für die deutsche Beamtenschaft verdient gemacht hat.

Sämtliche standesamtliche Urkunden, welche meine Familie betreffen, befinden sich in meinem Besitz.

Was mich jedoch nach wie vor interessiert, ist der Verbleib derjenigen Danziger Kirchenbücher des 16. (!) Jahrhunderts (hier vor allem derjenigen der reformierten Gemeinde St. Peter & Paul), welche von den Mormonen nicht verfilmt wurden !! Ich verfaßte zu diesem Thema vor Jahrzehnten einen knappen Beitrag in der „Ostdeutschen Familienkunde“.

MfG 17.02.17


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Reiner R 
1r1(dot)1r1(at)arcor(dot)de
Ort:
Berlin
post6.2.2017 18:34  Antwort schreiben E-mail schreiben


Hallo,
ich sichte gerade die Kirchenbücher des Landkreis Schwetz (Zeitraum um 1780).
Dabei fällt mir auf, dass zu 80-90 % die weiblichen Nachnamen mit "in" enden. Z.B.: Eva Zimmermannin, Catharina Netzelmannin, Anna Schultzin, Eva Neumannin sowie aus meiner Vorfahrenlinie Eva Steinkrusin und Eva Goyerin.
Kann es sein, dass zur damaligen Zeit zumindest im Landkreis Schwetz die Ehefrauen ein "in" angehängt bekommen haben? Stärkstes Argument für diese These sind zwei aufgeführte Taufzeugen bei einer gemeinsamen Taufe: ... 2. Martin Neumann 3. Elisabeth Neumannin

Wäre interessant zu erfahren, ob jemand die gleichen Eindrücke gewonnen hat bzw. ob jemand darüber etwas "offizielles" gelesen hat.

Es grüßt
Reiner



Joachim von Roy:

Die weibliche Namensendung "in" war einst in ganz Deutschland weit verbreitet. Man findet sie noch heute im Alpenraum (dort auch in der Anrede).

Freundliche Grüße vom Rhein


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Peter glief 
p(dot)glief(at)t-online(dot)de
Ort:
15806 Zossen OT Wünsdorf
post5.2.2017 15:03  Antwort schreiben E-mail schreiben


Meien Mutter,meine Großmutter und mein Urgroßvater kamen nach dem ersten Weltkrieg aus Kulm an der Weichsel infolge des Versailler Vertrages, nachdem sie als Deutsche "optiert" hatten in Lager nach Zossen/ Wünsdorf.
wer kann mehr über die Lager berichten und wer kennt andere Bürger aus "Westpreußen" die um 1920 in diesen Lagern waren ?



Joachim von Roy:

Ein altes Thema: Nach dem Ersten Weltkrieg verließen unendlich viele deutsche Familien des polnisch gewordenen Teils der Provinz Westpreußen ihre Heimat und übersiedelten – vielfach heimlich, da ihnen die polnische Regierung nicht die Ausreise gestattete – in das Deutsche Reich. Bei diesen Personen handelte es sich vornehmlich um die entlassenen deutschen Beamten und um die arbeitslos gewordenen deutschen Kaufleute und Handwerker, während sich die deutschen Landwirte größtenteils noch auf ihrer Scholle zu behaupten vermochten. Im Deutschen Reich kamen diese Menschen dann bei ihren Verwandten unter, auch kauften sie Häuser und mieteten Wohnungen, bis es ihnen gelang, wirtschaftlich wieder „Tritt zu fassen“. Auffanglager, wie wir Flüchtlinge sie 1945 in Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kennen lernten, sind mir nach dem Ersten Weltkrieg nicht bekannt geworden, doch mag es sie auch damals gegeben haben.

Freundliche Grüße vom Rhein





Reiner Redmann:

Ja, solche Lager gab es auch nach dem 1. Weltkrieg. Wie ich hier an dieser Stelle schon einmal mitteilte, erging es meinen väterlichen Großeltern ähnlich wie oben geschildert. Nach ihrer Heirat im April 1920 in Schulitz im Kreis Bromberg kamen sie wohl kurz darauf über das "Heimkehrerlager" in Zittau-Großporitsch zunächst in das Ruhrgebiet nach Eickel und von dort dann weiter in den Raum Berlin. Im "Säuglingsheim" dieses 1914 erbauten ehemaligen Gefangenenlagers für russische Kriegsgefangene wurde auch ein Sohn meiner Großeletern geboren, in dessen standesamtlicher Geburtsurkunde die oben genannten "Orte" so bezeichnet sind.
Von dem angefragten Lager in Zossen/Wünsdorf kann ich leider nichts berichten.

Gruß aus Berlin



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